Der PC als Krankheitserreger?
Es gibt gewisse Symptome, an denen sich erkennen lässt, dass die Arbeit schädlich für ihren Körper ist:
Ihre Augen wechseln in der Stunde zwischen 1.500 und 3.500 Mal den Blick zwischen Monitor, Tastatur und Schreibtisch. Durch diese Fixireung der Augen sinkt die Zahl der Lidschläge, die normalerweise das Auge feucht halten. Die Folge davon sind Brennen und Jucken.
Sehr viele Deutsche klagen über Rückenschäden und Migräne. Dies ist meist durch eine falsche Sitzposition begründet. Bei jahrelangem Arbeiten vor dem Bildschirm sind Langzeitschäden (wie zum Beispiel ein Haltungsschaden) vorprogrammiert.
Diese Symptome sind allgemein bekannt, man fasst sie als das RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury), was zu gut Deutsch: "Schädigung durch wiederholte Anspannung" bedeutet. Meist zieht dies Beschwerden wie Kopf- und Nackenschmerzen oder sogar Bluthochdruck -bedingt durch Stress- nach sich. Es treten auch Sehnenentzündungen als Folge von Verspannungen auf, denn beim Arbeiten am PC ist man hochkonzentriert, und dies bedeutet Stress für den Körper. Diese Anspannung -vor lauter Konzentration meist unbemerkt- breitet sich auf die Nacken-, Rücken- und Armmuskulatur aus.
Eine weitere, häfig gestellte Frage ist die nach Gefährlichkeit der Strahlen des Monitors. Tatsache ist, dass man bei der Arbeit fast alles an Strahlung abbekommt, was es gibt. Diese sind jedoch nicht schädlich für den Körper, so das Fazit mehrerer Studien, die zum Beispiel von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Auftrag gegeben wurden. Hier eine Übersicht, welcher Strahlung sie ausgesetzt sind:
- UV-Strahlen (krebserregende UV-B und UV-C-Strahlen kommen beim Arbeiten nicht vor, die vorhandene UV-A-Strahlung ist minimal)
- Röntgenstrahlen (liegen weit unter den zulässigen Werten)
- Elektromagnetische Strahlung
Wichtig ist, dass ihr Monitor die strengen TCO-Strahlungsnormen erfüllt. Wenn Sie am PC arbeiten, sind Flachbildschirme sehr zu empfehlen, diese strahlen nämlich gar nicht.
Trotzdem ist Vorsicht geboten! In trockenen Rämen kann sich die Luft durch elektrische und magnetische Strahlung statisch aufladen, so dass sich die Monitoroberfläche positiv auflädt und vor allem negativ geladene Staubpartikel anzieht. Dies kann Allergien hervorrufen und lässt sich durch häufiges Lüften und hoher Luftfeuchtigkeit (zwischen 50 und 60% ) mildern.
Der Elektrosmog ist aber nicht gäzlich ungefährlich: Wissenschaftler vermuten, dass durch elektromagnetischen Wellen die Melatoninausschüttung der Zirbeldrüse im Gehirn vermindert wird. Melatonin ist ein Hormon, das den Schlaf-Rhythmus steuert. Bei reduzierter Hormonausschüttung wird das Immunsystem geschwächt, was zu Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit führen kann. Es besteht auch die Gefahr eines erhöhten Krebsrisikos, denn das Melatonin soll krebshemmend wirken.
Der Bildschirm allein bewirkt wohl noch nicht solch massive Veränderungen, aber da wir täglich elektromagnetischen Strahlungen aus einer Vielzahl solcher Quellen ausgesetzt sind, ist Vorsicht angebracht.


